Wirtschaftsstandort Niedersachsen

Niedersachsen ist flächenmäßig das zweitgrößte und mit rund 8 Millionen Einwohnern der Bevölkerungszahl nach das viertgrößte Bundesland. Durch Fall der Berliner Mauer 1989 ist Niedersachsen in die Mitte Europas gerückt. Die herausragende Infrastruktur von Straße, Schiene und Wasserweg schafft schnellste Verbindungen zu nationalen wie internationalen Märkten und bilden den Dreh- und Angelpunkt des transeuropäischen Warenstroms. Die Autobahnverbindungen reichen auf der Nord-Süd-Achse von Skandinavien bis Italien, auf der West-Ost-Achse von Amsterdam/Paris/London über Berlin und Warschau bis nach Moskau. Innerhalb von fünf Stunden kann ein LKW von Niedersachsen aus 90 Mio. EU-Bürger erreichen.

Die niedersächsischen Seehäfen sind das Tor nach Amerika, Fernost und zum Rest der Welt. Im deutschen Vergleich liegt die niedersächsische Hafen-Gruppe beim Umschlag hinter Hamburg auf Platz 2. Mit dem JadeWeserPort − dem einzigen deutschen Tiefwasserhafen - entsteht in den nächsten Jahren in Wilhelmshaven eine neue Drehscheibe für Handel und Wirtschaft mit Nord- und Osteuropa. Für das Erreichen Osteuropas und der GUS-Staaten steht der Hannover Airport auf dem zweiten Platz unter den deutschen Flughäfen.

Der Messestandort Hannover ermöglicht es der heimischen Wirtschaft, die neuesten Technologien, Produkte und Systemlösungen auf Ausstellungen von Weltruf quasi direkt vor der Haustür global anzubieten. Kein anderer Messeplatz hat eine vergleichbar moderne und perfekte Infrastruktur. Die bekanntesten Messen, die CeBIT und die HANNOVER MESSE, stehen symbolisch für das, was Deutschland als Wirtschaftsstandort auszeichnet und was uns auch in Zukunft auszeichnen soll: für Kreativität, für Innovation, für deutsche Ingenieurskunst und für die Vermarktung dessen, was erfunden und produziert wird.

Niedersachsen ist ein europaweit führender Mobilitätsstandort. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft ist Niedersachsen beim Thema Mobilität ganz vorn mit dabei. Hier werden die größten und schönsten Kreuzfahrtschiffe der Welt gebaut, hier werden Teile des größten Linienflugzeuges der Welt, der A 380, produziert, hier sitzt mit Volkswagen der bedeutendste Autobauer in Europa. Der Wirtschaftsraum Wolfsburg-Hannover-Braunschweig gehört mit seinem Know-how zu den größten Ballungsräumen der Automobilwirtschaft in Europa. Der Forschungsflughafen Braunschweig/Wolfsburg gehört nach Toulouse zu Europas wichtigsten Forschungszentren in den Bereichen Verkehrsleittechnik und Luftsicherheit. Im CFK-Valley Stade ballt sich das deutsche Know-how für kohlefaserverstärkte Kunststoffe. Mit diesem lassen sich leichtere, Treibstoff sparende und wartungsfreundlichere Flugzeuge aus CFK bauen.

Niedersachsen ist auch beim Thema "Energie" die Nr. 1. Rund ein Drittel der deutschen Erdölförderung und gut 90 % der deutschen Erdgasförderung stammen aus Niedersachsen. Das sind 16,5 % des deutschen Gasverbrauchs. Niedersachsen ist mit einer Windenergieleistung von mehr als 5.400 MW - rund 26 % der gesamten Windenergiekapazität in Deutschland - weltweit führend in der Nutzung der Windkraft. Diese Position soll durch die konsequente Nutzung der Windenergie im Offshore-Bereich weiter ausgebaut werden.

Niedersachsens Stärke als Agrarland ist weithin bekannt. Die frühere landwirtschaftliche Prägung Niedersachsens ist heute die Grundlage für Hochtechnologien der Zukunft. Auf Basis hochwertiger Rohstoffe hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine leistungsstarke Veredelungswirtschaft entwickelt. Im Bereich der Pflanzenzucht und grünen Gentechnik sind niedersächsische Unternehmen europa- und weltweit führend. Niedersächsische Landmaschinenbauer zählen zu den Weltmarktführern in ihren Produktsparten.

Nicht zuletzt steht Niedersachsen für günstige Rahmenbedingungen, in denen sich wirtschaftliches Handeln, Unternehmer- und Forschergeist frei entfalten können. Mit der Modernisierung der Verwaltung in den vergangenen Jahren wurden bundesweit Maßstäbe gesetzt. Unter anderem wurde eine ganze Verwaltungsebene abgeschafft, zahlreiche Gesetze und Verordnungen aufgehoben und die Zahl der Rechtsvorschriften um mehr als ein Drittel reduziert. Die Wirtschaftsförderung wurde flexibilisiert und entbürokratisiert und mit der NBank als Investitions- und Förderbank des Landes eine zentrale Anlaufstelle für Existenzgründer, Mittelstand und Handwerk geschaffen. Für Unternehmen und Investoren heißt das: weniger Bürokratie, weniger Verwaltungs- und Genehmigungsaufwand, dafür mehr individuelle Beratung und Förderung.


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Herr Thomas Nickel,
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